Schamanismus

Schamanismus und schamanische Praktiken und Rituale sind seit vielen tausend Jahren ein Teil menschlicher Kulturen.
Schamanismus hat sich bis heute immer wieder gewandelt und wandelt sich weiter und zeigt sich auf den verschiedenen Kontinenten und in den einzelnen Kulturen in unterschiedlichen Ausprägungen und Traditionen.
Gemein ist den verschiedenen schamanischen Kosmologien das Wissen, dass es neben einer realen, materiellen Wirklichkeit eine andere, energetische nicht-alltägliche Wirklichkeit* existiert, in der andere Wirkprinzipien gelten, respektive Prinzpien der alltäglichen Wirklichkeit aufgehoben werden, wie zum Beispiel das Prinzip von Ursache und Wirkung oder der Raum - und Zeitdimensionen.
Im Schamanismus sind alle Dinge, ist die gesamte Natur beseelt. Der Mensch steht  nicht im Zentrum der Schöpfung, sondern ist Teil des grossen Ganzen - er ist mit allem verbunden.


*nach Carlos Castaneda


Schamaninnen und Schamanen
Schamaninnen und Schamanen stellen sich in den Dienst ihrer Gemeinschaft und werden von dieser bei Krankheit und Problemen zu Rate gezogen.
Sie wenden Techniken der Bewusstseinsveränderung an und bringen so Kraft, Heilung und Informationen aus der nicht-alltäglichen Wirklichkeit in die alltägliche Wirklichkeit.
Dabei arbeiten sie mit persönlichen, spirituellen Helfern und Verbündeten vertrauensvoll zusammen. 
Für Schamaninnen und Schamanen sind die nicht-alltägliche Wirklichkeit und die alltägliche Wirklichkeit eng miteinander verbunden und Ereignisse in der einen haben einen direkten Einfluss auf die andere und damit auf das Leben der Menschen und ihre Umgebung.

Mongolische Schamaninnen und Schamanen
Bei vielen Schamaninnen und Schamanen zeigt sich ihre Berufung schon in früher Kindheit in Form von starken Visionen und Träumen aber auch in schweren Krankheiten.
Mongolen sind überzeugt, dass eine berufene Schamanin, ein Schamane den Ruf der Geister nicht ignorieren kann, ohne Schaden an Geist und Körper zu nehmen. Er oder sie wird erst zur Ruhe kommen, wenn er oder sie den Ruf annimmt.
Die junge Schamanin wird meistens von einer älteren Schamanin der Familie oder der Volksgruppe in die Rituale und traditionellen Techniken eingewiesen.
Der Schamane ist für alle wichtigen Rituale und deren Durchführung zur Ehrung der Ahnen und der Natur und der Geister verantwortlich. 
Zusätzlich steht er oder sie der eigenen Familie und anderen Menschen  bei Krankheit und Problemen ratend und helfend zur Seite. 
Rat- und Heilungssuchende nehmen oft tagelange Reisen auf sich, um die Unterstützung einer starken Schamanin, eines Schamanen zu erhalten.